Das Lüneburg von Morgen gestalten - Zukunftsstadt startet noch 2019 mit der Umsetzung der Bürger-Ideen (06.02.2019) 
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Das Lüneburg von Morgen gestalten - Zukunftsstadt startet noch 2019 mit der Umsetzung der Bürger-Ideen (06.02.2019)


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(sp) Lüneburg. Wie soll das Leben in Lüneburg im Jahr 2030 und darüber hinaus aussehen? Wie wollen Lüneburger künftig wohnen, arbeiten, sich fortbewegen? Hierzu haben Bürgerinnen und Bürger der Stadt gemeinsam mit der Leuphana Universität und der Stadtverwaltung im Rahmen des Projekts "Zukunftsstadt Lüneburg 2030+" Visionen und konkrete Projektideen entwickelt. Mit Erfolg. Die Ideen überzeugten die Jury beim bundesweiten Wettbewerb, Lüneburg wurde zu einer von bundesweit sieben Zukunftsstädten ernannt.
Förderanträge gestellt - Bescheid für Sommer erwartet
Konkret heißt das: Lüneburg bekommt 1,5 Millionen Euro Fördermittel aus dem Programm Zukunftsstadt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, um die entwickelten Ideen in sogenannten Reallaboren zu erproben und umzusetzen. Damit das Geld noch 2019 fließt, haben Universität und Hansestadt jetzt die formalen Förderanträge gestellt - mit konkreten Kostenkalkulationen und Zeitplänen. "Wir hoffen, dass der Förderbescheid im Sommer vorliegt", sagt Dr. Karl-Heinz Rehbein, der als Nachhaltigkeitsbeauftragter der Hansestadt das Projekt gemeinsam mit Prof. Dr. Daniel Lang von der Leuphana Universität koordiniert. Zentrales Entscheidungsgremium bei Lüneburg 2030 ist die Steuerungsgruppe, in der neben Verwaltung und Universität unter anderem T.U.N.-Vorsitzende Susanne Puschmann, Corinna Krome vom Mosaique, Stephan Seeger als Vertreter des BürgerForums Zukunft Lüneburg sowie Karl-Henning Hohmann als Vertreter des Lüneburger City Managements mitwirken.
Zeitplan: Offizieller Start September 2019
Sobald die Förderzusage vorliegt, soll Lüneburg 2030+ nach den Sommerferien mit einem Kick-Off-Labor loslegen. Dabei können einige der in Phase II entwickelten Experimente bereits unmittelbar starten. Offizieller Startschuss aller Experimente wird dann im Februar 2020 im Rahmen der Leuphana Konferenzwoche sein. Bis dahin sollen alle sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus den Fördermitteln mit jeweils halben Stellen finanziert werden, eingestellt sein.
"Wir hoffen, dass wir auch weiterhin viele Bürgerinnen und Bürger sowie Akteure aus Politik, Verbänden  und Initiativen mit ins Boot holen können", betont Rehbein. Denn das Projekt "Zukunftsstadt Lüneburg 2030+" sei eines, das von der Partizipation der Stadtgesellschaft lebe. "Jeder, der möchte, konnte, kann und soll sich unbedingt beteiligen an der Gestaltung unserer Stadt", so Rehbein.
Kooperation, Partizipation und Dokumentation: von der Bewerbungsskizze bis zur Umsetzung
Von Beginn an fußte Lüneburg 2030+ auf dem Prinzip der Partizipation und auf dem Austausch von verschiedenen Akteuren. So wurde die Bewerbungsskizze 2015 gemeinsam von der Hansestadt, der Leuphana Universität und dem Verein T.U.N. erarbeitet. In den ersten beiden Projektphasen entwickelten Mitarbeiter der Stadt gemeinsam mit Wissenschaftlern, Studierenden sowie interessierten Akteuren der Lüneburger Stadtgesellschaft Visionen für Lüneburgs Zukunft und konkrete Maßnahmen für eine nachhaltigere Stadt. Dies geschah im Rahmen von Seminaren, Workshops und Veranstaltungen. Die Ergebnisse dieses Beteiligungsprozesses dokumentierten die Projektpartner jährlich im Rahmen der Leuphana-Konferenzwoche. Aber auch im Umweltausschuss sowie im Rat der Hansestadt wurde regelmäßig über den Sachstand zum Projekt informiert. Im Sommer 2018 fasste der Rat der Stadt dann den Entschluss, die Bewerbung um Phase III zu unterstützen. 
 
Ziel: sichtbare Veränderung im Stadtbild
"Jetzt, in Phase III, ist es unser Ziel, unsere Visionen in Experimenten zu erproben und die Ergebnisse dann möglichst in die Realität zu überführen, um auf die Weise zu sichtbaren Veränderungen in der Hansestadt zu kommen", betont Lüneburgs Nachhaltigkeitsbeauftragter Rehbein. Der Projektzeitraum umfasst dabei 3,5 Jahre. Erprobt werden insgesamt 17 konkrete Lüneburger Lösungen. Diese haben die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zum Leitbild. Die Themen reichen dabei vom Quartiersstrom über alternative Wohnformen, einen umweltfreundlichen Lieferservice bis zur Einrichtung einer Servicestelle Ehrenamt.
Viele der Lüneburger Lösungen bauen dabei auf bereits bestehende Strukturen auf. Rehbein erklärt: "Der Charme der Experimente ist, dass wir ausprobieren können, was funktioniert und was nicht, bevor wir vorschnell die ganz große Lösung ausrollen." Die Arbeit in den Reallaboren sei für Lüneburg zugleich Neuland. "Hier werden Zivilgesellschaft inklusive Vertretern aus Politik und Vereinen, die Universität und die Verwaltung gemeinsam und auf Augenhöhe Maßnahmen erproben und umzusetzen."
 
Quelle: http://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Aktuelles-hansestadt-lueneburg/Aktuelle-Pressemitteilungen.aspx

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Zahlen & Fakten: Stadtname:
Lüneburg

Bundesland:
Niedersachsen

Landkreis:
Lüneburg

Höhe:
17 m ü. NN

Fläche:
70,38 km²

Einwohner:
72.800

Autokennzeichen:
LG

Vorwahl:
04131

Gemeinde-
schlüssel:

03 3 55 022



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