Rat beschließt Gebühren für das Haushaltsjahr 2019 - Anpassungen nur beim Schmutzwasser (21.12.2018) 

Rat beschließt Gebühren für das Haushaltsjahr 2019 - Anpassungen nur beim Schmutzwasser (21.12.2018)


News Lüneburg
(sp) Lüneburg. Die Gebühren in der Hansestadt Lüneburg bleiben überwiegend konstant, eine Änderung gibt es ab Januar 2019 nur beim Schmutzwasser. Das hat der Rat der Hansestadt Lüneburg in seiner Haushaltssitzung am Donnerstag, 20. Dezember 2018, beschlossen. Die Kosten für die Straßenreinigung sowie für das Friedhofs- und Bestattungswesen und das Marktwesen bleiben unverändert. Zuvor hatte der Wirtschaftsausschuss der Hansestadt den Gebühren am 12. Dezember 2018 zugestimmt. Auch die Müllgebühren bleiben konstant, dies hatte der Rat bereits in seiner Sitzung vom 6. Dezember 2018 entschieden.
Bei den Abwassergebühren unterscheidet die Hansestadt Lüneburg seit 2005 zwischen einer Gebühr für die Schmutzwasserbeseitigung und einer Gebühr für die Beseitigung von Niederschlagswasser. Während letztere ebenfalls unverändert bleiben soll, müssen die Gebühren zur Beseitigung von Schmutzwasser erhöht werden, um kostendeckend zu arbeiten. Die Gründe dafür sind vielfältig, erläutert Stadtkämmerin Gabriele Lukoschek.
Besonders ins Gewicht würden die regelmäßigen Unterhaltungs- und Reparaturkosten für das städtische Kanalnetz und das Klärwerk fallen. Darüber hinaus befinde sich die Beseitigung von Klärschlamm im Wandel hin zu einer thermischen Entsorgung anstelle einer Entsorgung durch die Landwirtschaft. Damit verbunden seien ebenfalls höhere Kosten. Zuletzt schlagen auch die steigenden Personalkosten in dem Bereich zu Buche. Hintergrund dafür sind zum einen Neueinstellungen Tariferhöhungen.
Um auch künftig kostendeckend zu arbeiten, wird nun ab dem 1. Januar 2019 die Gebühr um 15 Cent von derzeit 1,30 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser auf 1,45 Euro pro Kubikmeter erhöht. Ab Anfang 2020 käme eine Preissteigerung von 20 Cent pro entsorgtem Kubikmeter Schmutzwasser auf 1,65 Euro hinzu. Damit liegt die Hansestadt im Vergleich zu ähnlich großen Städten in Niedersachsen bei den Gebühren für Schmutzwasser immer noch im unteren Bereich, so Lukoschek.
Die Kämmerin rechnet vor, wie sich die Kostensteigerung finanziell für Bürgerinnen und Bürger der Stadt Lüneburg auswirkt: Ausgehend von einem normalen Schmutzwasserverbrauch würde sich die Gebühr für einen Zwei-Personenhaushalt in einem Einfamilienhaus im Jahr 2019 von 117 Euro jährlich auf 130,50 Euro pro Jahr erhöhen. Das entspricht einem Gebührenanstieg von 13,50 Euro für das gesamte Jahr. 2020 käme eine weitere Erhöhung von 18 Euro auf jährlich 148,50 Euro hinzu. Insgesamt verteuert sich damit die Schmutzwasser-Entsorgung für zwei Personen von 2018 bis 2020 um 31,50 Euro. Das sind pro Monat und pro Person rund 1,30 Euro Mehrkosten. Ein Vier-Personenhaushalt zahlt dementsprechend  in den nächsten zwei Jahren insgesamt 63 Euro mehr für die Schmutzwasserbeseitigung. Berechnet werden die Gebühren jeweils nach den tatsächlichen Kosten. Die Gebühren müssen die Kosten decken, dürfen diese aber nicht wesentlich übersteigen.
Quelle: http://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Aktuelles-hansestadt-lueneburg/Aktuelle-Pressemitteilungen.aspx

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